Letzten Freitag fanden drei Begegnungen der diesjährigen Meisterschaft statt. Joachim Braun, der seit Wochen in bestechender Form ist, war gegen Sonja Wild der klare Favorit. In einer souverän geführten Partie gelang ihm der Sieg bereits im Mittelspiel nach kurzer Spielzeit durch eine Ungenauigkeit seiner Gegnerin. Damit ist er weiterhin auf Kurs Titelverteidigung. Merten Hubel als ernstzunehmender Konkurrent musste sich gegen Jens Kürten lange mühen, ehe er die Partie siegreich beenden konnte. Ein mutiges Bauernopfer brachte zwar aktives Spiel, aber wenig Konkretes. Das änderte sich erst im Endspiel, als seine beiden dominanten Läufer das Brett beherrschten und einem Freibauern den Weg ebneten. Petra Hoffmann und Jürgen Becht zeigten eine extrem taktische und dadurch extrem spannende Partie. Beide Seiten hatten Möglichkeiten zum Angriff auf den König – und nutzen sie quasi gleichzeitig. Während sich Jürgen Becht am Damenflügel einer Übermacht entgegensah und sein König äußerst luftig einer Dame und einem Springer gegenüberstand, griff er seinerseits mit Dame, Springern und Bauern aussichtsreich den König von Petra Hoffmann an. Diese hochklassige Partie hatte wahrlich keinen Sieger und auch keine Siegerin verdient, und so endete eine Partie Remis, in der beiden Königen das Wasser bis zum Hals stand.