Seit einigen Jahren begeistert diese Form des Schach und immer mehr Spieler weltweit spielen in entsprechenden Turnieren diese Variante des klassischen Schachs. Dabei ist die Idee nicht neu: der ebenso exzentrische wie geniale Ex-Schachweltmeister Bobby Fischer hatte seinerzeit vorgeschlagen, dass die Aufstellung der Figuren vor Spielbeginn ausgelost werden sollte. Die Bauern blieben stehen, aber die Position der anderen Figuren würde zufällig ermittelt und symmetrisch mit dem Gegner aufgebaut. Damit wollte er die Kreativität im Schach vor das Auswendiglernen von Eröffnungen stellen, während die übrigen Regeln im Schach gleich bleiben. Da es nach dieser Überlegung genau 960 verschiedene Ausgangspositionen gibt, wurde diese Art zunächst Fischer-Random-Chess, später Chess960 genannt. Unter dem Namen Freestyle werden derzeit Turniere gespielt, an denen auch Ex-Weltmeister Magnus Carlsen und andere Spieler der Weltspitze teilnehmen und hervorragende und sehenswerte Partien zaubern. Auch bei den Schachfreunden Birkenfeld wird diese Spielart immer interessanter – aber diese Entwicklung im Schach wird ein Magnus Carlsen wohl nicht erfahren.