Im Vereinsturnier stehen die letzten Spiele an, nachdem nun einige Nachholpartien ausgetragen wurden. Petra Hofmann hatte in der Partie mit Jens Kürten eine ähnliche Eröffnung auf dem Brett, wie in der Begegnung zuvor gegen Jürgen Becht: die französische Verteidigung mit den schwarzen Steinen. Diesmal wurde durch eine Zugumstellung aus einer eher ruhigen Position jedoch plötzlich eine sehr taktische Variante, in der Petra Hofmann zu zögerlich verteidigte. Die eindringenden Figuren von Jens Kürten kamen dadurch schnell zum Einsatz und nutzten die Schwächen der Stellung zum Sieg.

Jürgen Becht wehrte sich gegen Merten Hubel erst mühsam und dann erfolgreich. Obwohl Merten Hubel eine offensive Stellung mit optischem Vorteil erarbeitet hatte, fand sich keine zwingende Lösung, um einen greifbaren Nutzen zu erzielen. Beim Bemühen um den Beweis des Vorteils, übersah er zu später Stunde eine Gegenchance von Jürgen Becht, die dieser direkt mit einem Matt vollendete und damit überraschend, aber nicht unverdient, gewann.

In der regulären Runde am vergangenen Freitag wollte Jens Kürten die Chance, gegen Joachim Braun zu gewinnen, mit einem Figurenopfer erhöhen. Die Aussicht auf aktives Spiel gegen den unrochierten König und dafür auch noch zwei Bauern zu erhalten, schien das Opfer wert – und Joachim Braun schlug es daher aus. Unbegründet, wie die Analyse später zeigte, denn das Opfer war zu optimistisch. Wenige Züge später war es nun Joachim Braun, der mit einem Turmopfer aufwartete. Dies war deutlich zwingender und führte kurz darauf zum Gewinn, wodurch Joachim Braun der Titelverteidigung deutlich nähergekommen ist.